So sind wir dann ne halbe Stunde am Ufer entlang gewandert, zwischen Jung und vor allem Alt aus aller Herren Ländern, von professionell bis völlig untauglich ausgestattet (beispielsweise mit Stöckelschuhen und unnützen Bärenglöckchen). Trotz der vielen Menschen ein traumhafter Ort und daher ein Muss (auch um die üblichen und bekannten Postkarten-Bilder zu machen, die wie erwartet natürlich nicht die ganze Atmosphäre einfangen können). Nächster Zwischenstop: der nicht weit entfernte Lake Morraine, welcher eigentlich noch schöner und vor allem weniger besucht war. Ein weiterer Lake Louise könnte man sagen.
Danach Bezug unseres netten Hostels in Banff, um gleich danach noch mal loszustarten, um den Sonnenuntergang in spektakulärer Kulisse zu bewundern. Damit war der erste Tag schon um, allerdings gut ausgenutzt wenn auch viel Zeit für die Fahrt in dieses Naturwunderland drauf ging. Die kleine Stadt Banff (8000 Einw.) ist überraschend „lebhaft“ und touristisch wenn man überlegt, dass man sich ja eigentlich mitten in einem Nationalpark befindet (daran kann man sich aber leicht erinnern wenn man an jeglichem Punkt des Städtchens den Blick in Richtung der abgefahrenen Bergkulisse lenkt). Es gibt Unmengen an guten Sportgeschäften und man merkt dass man es in Banff mit Radfahren und Skifahren ernst meint.
Da sich unsere Reisecrew bis zu diesem Zeitpunkt schon als sehr harmonisch und vor allem wanderwillig erwies, konnten wir für den zweiten Tag zwei „massive hikes“ planen. Aufgrund der allgegenwärtigen Tierhinweise (bärensichere Müllkübel, häufig Elche auf dem Golfplatz, etc.) und –warnungen (auch der Herbergsmann riet uns aufgrund einer kürzlichen Bärenattacke auf 2 Radfahrer von einer Wanderroute ab)
waren die Hoffnungen ein paar mächtige Wildtiere zu sehen natürlich groß. Um ein wenig abzukürzen: die Wanderung auf den Mount Sulphur war steil, anstrengend und eröffnete einen grandiosen Panoramablick auf Banff(von den versprochenen wilden Dickhornschafen leider keine Spur).
Die zweite Wanderung des Tages führte durch einen Canyon und endete in einem unglaublichen Tal. Da Gevatter Herbst schon ein wenig gemalt hat, war dieses Tal eine bunte, begehbare
1A-Postkarte und von der Sonne so aufgeheizt, dass auch ein bissl Fußbad im eiskalten Bach angebracht war. Ein absolutes Highlight ohne klingenden Namen und (fast) ohne Menschen. Zurück von beiden den Tagesausflügen war nicht mehr viel bei uns zu holen. Da allerdings keinerlei Großwild zu sehen war, bin ich mit dem ebenso tiersüchtigen Tim und Vladimir nochmals los, um es in der Dämmerung noch mal auf einer großen Lichtung (ein Skihang im Hausskigebiet von Banff)zu versuchen.
Doch was soll ich sagen: statt Viechern gabs „nur“ Bier und einen schönen Sonnenuntergang. Nach nem Mahl in einem netten Pub
(leckerer Bison-Burger ist das Stichwort) und Bierchen im Hostel gingen dann recht fix die Lichter aus. Das Inklusive-Frühstück im Hostel bestand im Übrigen aus Kaffee und selbst herzustellenden Pfannkuchen mit Ahornsirup (lecker aber auch extrem stopfend; anwesende Japaner waren schon mit dem Mischen von Wasser und dem vorhandenen Pancake-Pulver überfordert).Am Sonntag stand ja leider schon wieder die Rückreise an. Aufgrund der müden Beine und langen Fahrt haben wir uns dann zwei leicht erreichbare Spots ausgesucht (man muss eh sagen, dass Vieles fast mit dem Auto zu erreichen ist, jeder Meter den man dann zu Fuss geht, führt einen mehr in echte, einsame Wildnis..trotzdem ist jeder Kilometer Autobahn spektakulär eingebettet aber man stumpft bei der ganzen Schönheit natürlich schnell ab). So gabs auf der Rückfahrt durch den Yoho-Nationalpark (indianisch für „Erstaunen“) noch den 254m hohen Takakkaw-Wasserfall auf die Augen
und eine kurze Wanderung um ein weiteres Seen-Juwel –Lake Emerald-.
Beides, ich wiederhole mich, traumhaft! Die Fahrt auf dem schnurgeraden, verlassenen Transcanadian-Highway mit Automatikschaltung und Tempomat (könnte eigentlich auch ein Kind fahren) war lang aber eher wenig anstrengend. Zurück im erstmals –Achtung!- verregneten Kamloops bleibt nur zu resümieren: Ein super Trip in eine unglaubliche Natur von unermesslichen Ausmaßen. Trotz allerbester Chancen waren die größten gesichteten Tiere, Tonnen von Eichhörnchen. Ich glaube mittlerweile an eine Promo-Aktion der Menschen in/um Banff..Bären-, Elch- und Hirschbilder (Slogan: „Banff – The horniest Town in Canada!“) überall aber nix in echt ;-) naja, damit ist ein weiterer Trip in den tiermäßig vielversprechenderen Jasper-Nationalpark wohl geplante Sache. Die Reisecrew war echt geschmeidig und witzig, bei so einem Nationalitäten-Mix gehen einem ja auch niemals die Gesprächsthemen (alles ziemlich komplett in Englisch und diesbezüglich auch eine gute Übungseinheit für mich) aus. Ich verabschiede mich mit Grüßen und bis demnächst!Und weil ich jetzt endlich auch Internet in den eigenen 4 Wänden hab, nun alles paletti ist und auch meine Webcam Sinn macht, gibs heute zur Belohnung mal noch ein Bild des Autors (Anmerkung: Melone, hier sehr günstig und nicht sehr lecker)
beim Schreiben. Gehabt euch wohl!
3 Kommentare:
Alter,
Bild mit dem Mighty Plaetmob Shirt an mich versenden! Sofort - Dann gibts Titelseite auf der Plaettmob Site! Ansonsten (Achtung Schenkelklopfer)Aller(bären)wert..
subba geschichten und subba fotos!!
nen traum sich das ganze durchzulesen...naja, dann bin ich mal gespannt, wann du deine ersten "Rainbow Trouts" fängst und was du noch so für tolle Vokabeln herausfinden wirst..."idiot strings" sind auf jeden fall schon mal subba!!!!
in diesem sinne, es grüßt der ratze
Hallo Widdo,
dass ich das jetzt auch gefunden hab, was der Google nicht alles so findet.
Scheinst Dich ja schon richtig eingelebt zu haben. Is' ja auch kein Wunder bei so ner tollen Gegend
~markus
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