Donnerstag, 27. September 2007

University

Bevor es nun in den kommenden 2 Wochen an der Uni völlig rundgeht, kann ich mich jetzt fix noch mal unverkrampft dazu äußern. Ich würde sagen das Studium unterscheidet sich schon recht deutlich vom heimischen Studium. Die Kursgrößen sind meist kleiner. Die Räume hammermäßig ausgestattet (aber wie gesagt irgendwo muss das ganze Geld ja auch hin..ein bisschen Geld fließt überflüssigerweise auch jede Nacht durch die Sprenkleranlagen auf den Uni- Wiesen). Die Anwesenheit wird eigentlich in jeder Vorlesung streng kontrolliert. Ich kann jetzt schon sagen, dass ich in keinem Semester in Deutschland, soviel von Anfang an abliefern musste. Abzuliefern sind: Präsentationen, Case-Studies, sogenannte Quizzes, wöchentliche Schreiben zu Artikeln, etc. Und dann natürlich noch die Prüfungen am Ende, von denen ich aber jetzt noch gar nichts wissen will. Die Prüfungen allerdings größtenteils bestehend aus MultipleChoice-Fragen. Also mit Sicherheit einfacher. Auch die anderen „Assignments“ sind vergleichsweise kleineren Ausmaßes aber müssen halt einfach erledigt werden. Also Quantität statt Qualität? I don’t know. :) Mit fünf Kursen bin ich auf jeden Fall gut ausgelastet (alles andere wäre bei den Studiengebühren aber auch irgendwie unangebracht). Ein Blick auf die Professoren lohnt sich noch (der Kontakt ist hier, würde ich sagen ein bisschen herzlicher oder kumpelhafter.Schon alleine das fehlende "Sie" hilft da natürlich mit):

1) Honorio Todino (Global Management)
Ein Asiate, der sich die ganze Zeit damit vertreibt, die Studenten Präsentationen machen zu lassen (darunter auch zwei asiatische Gruppen, bei denen man sich fragt welche Sprache sie sprechen..wirklich krass :). Also auf jeden Fall hat der Mann in 4 Wochen erst 2 Vorlesungen gehalten und auch die haben eher improvisiert gewirkt.
2) Ann Wallin (Human Resource Management)
Eine Frau, zu der es nix zu sagen gibt (außer dass sie einen anwesenden Jochen immer wieder „Jocken“ nennt).
3) Andrew Idzikowski (E-Commerce)
Ein ausgewanderter Pole mit Akzent (spricht deutlich und langsamer), was sehr gut ist, da er dadurch spitze zu verstehen ist. Hat außerdem zu Nürnberg geäußert, dass es dort total mittelalterlich aussehe („like in Harry Potter you know“).
4) Warweni Jap (International Business)
Eine stämmige Indonesierin. Eigentlich ganz cool, fordert die Studenten allerdings auf, sich zu Präsentationen schick zu kleiden. Was geht?? „No shorts, no caps, no t-shirts, no sneakers“..Zu uns internationalen Studenten hat sie gemeint, wir könnten uns ja was bei kanadischen Mitstudenten ausleihen. Haha, saugeil. Also meine „schickste Hose“ ist eine Carhartt, was hier ja ein echter Bauarbeiter-Brand ist. Guter Tip von einem Österreicher: Vielleicht schwarze Socken über die Schuhe ziehen, um Anzugschuhe anzutäuschen.
5) Mark Wallin (Business, Professional and Academic Composition)
Guter Mann. Macht eine sehr witzige und lebhafte Vorlesung. Kennt außerdem die deutschen Nihilisten aus „The Big Lebowski“ if you know what i’m talkin about. Optisch auch höchst interessant: Massiver Amerikaner, ungefähr Mitte/Ende 30. Rasierte Glatze und auf dem Hinterkopf einen tätowierten Barcode. Und Klamotten hat er ungefähr das an, was in der anderen Vorlesung bei Präsentationen verbeten wird. Für den Kurs muss ich allerdings auch das meiste abliefern aber der Mann ist echt Spitze muss man sagen.

Der beste Studiengang an der Uni ist, würd ich sagen: Adventure. Diese Studenten (ich kenn einen Spanier der dieses Studium absolviert) waren die letzte komplette Woche auf einer Kanutour (Prüfungen sind dann da eben die gute alte Eskimorolle, usw.). Dann hatten sie 2 Tage frei und am Mittwoch hab ich sie wieder am Sammelpunkt an der Uni stehen sehn, mit Steigeisen und weiterem Bergzeug. Also das wär schon was, leider unterstützt Siemens den Abenteuerstudiengang nicht so recht denk ich. Die Frage ist eigentlich nur, welchen Abschluss man dann eigentlich hat: Abenteurer oder wie??
So, das soll es zum Thema Uni gewesen sein. Ich muss weg, schließlich war ich die Woche echt fleißig, heute ist "Thirsty Thursday" (funktioniert auch in deutsch: "Durstiger Donnerstag") und ich hab morgen keine Vorlesungen.Bis später!


PS: Nächstes Wochenende wird wieder verreist. Dann sind sicherlich auch wieder aufregendere Bilder am Start. Küsschen.

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

IHNEN AUCH EINEN SCHÖNEN TAG SIR!

Walter

(damit mal wieder n kommentar da is ;)

Anonym hat gesagt…

dann gibt's am Wochenende endlich auch wieder Bildchen von H"ornchen!

markus

BDS Ruff Ryderz hat gesagt…

Hey Knallcharge ... Du weißt schon, dass Du im alden Longboard-Paradies bist?! BC ist die Heimat von einigen Brettschmieden u.a. ;) < http://www.landyachtz.com/ > Wenn man sich das so anschaut (bei den Videos) ... schein das so populär zu sein, wie bei uns Eulenschießen. Peace DerPee.

Anonym hat gesagt…

der trick mit den socken über dem Schuh ist ja saugeil!

Grüßle Ivo