Mittwoch, 30. Januar 2008

das Restprogramm

That's it!
.wdw.

JuniorenRennrodelWeltcupTrip -Calgary-

Nachdem die Anreise nach Calgary mit dem Greyhound und langem Fussmarsch geschafft war (mein Zustand bei Ankunft war durch die kranken Tage davor ziemlich desolat), habe ich mich mit dem Vaddi und den deutschen Junioren-Rennrodlern vereint und bin dort mit im Hotel eingezogen. Das grosse Einzelzimmer und allem voran die fantastische Rundumverpflegung waren einfach Balsam für die Reiseseele und vor allem meiner Genesung zuträglich. Nach drei Tagen Durchfall und kaum Essen war ich hungrig wie ein Bär vorm Winterschlaf. Die Busfahrt selbst war recht interessant, da sie zum einen Sonnenaufgang in den Rockies inne hatte und vor allem der Wechsel von schroffem, felsigen Gebirge in absolut flache Prärie krass ist. Östlich der Rockies (Provinz Alberta) kommt dann eben einfach mal 6-7 Autostunden flaches Cowboy-Land. Calgary selbst besteht aus endlosen Vororten und einer Downtown mit Skyline, die irgendwie deplaziert wirkt in diesem flachen Landstrich. Vom Calgary Tower bietet sich allerdings ein herrlicher Rundblick und die "Wand" der Rockies sieht beeindruckend aus. In den folgenden Tagen hab ich mich einfach dem Tagesablauf des Teams angepasst und bin damit auch zum Canada Olympic Park (Schauplatz der Winterspiele von '88) gefahren. Dort fanden Training und Weltcup der Rodeljunioren statt.
Der Park selbst ist echt abgefahren: ein relativ kleiner Hügel am Rande Calgary's aber vollgepackt mit allem was man sich vorstellen kann: Skisprungschanzen, Rodel/Bobbahn, ne Buckelpiste, Langlaufloipen, Freestyle Park, Halfpipe. Dort blicken die Tag und Nacht fahrenden Wintersportler dann auf die fast schneelose, ebene Vorortwüste Calgary's. Ziemlich strange. Beim Training der Jungs und Mädels hab ich versucht mich ein wenig als Autofahrer und durch Videoaufnahmen nützlich zu machen. Ansonsten waren die Tage allerdings eher revitalisierender Urlaub und vor allem interessanter Einblick in den Weltcup-Alltag und damit in die Arbeit des Vaddis. Dass die deutschen Sportler so ziemlich alles gewonnen haben, versteht sich ja im Rodelsport mittlerweile fast schon von selbst (siehe Rodel-WM in Oberhof!). Sind aber auch alles ehrgeizige, offenbar vernünftige junge Menschen. Tiermäßig gabs zwei schöne, große Kojoten und einige Wapiti-Hirsche auf Hin- und Rückfahrt. Wettermäßig waren es allesamt sonnige, klare, blauhimmlige Tage mit Temperaturen um die -10° bis -20°C. Alles in Allem reiht sich der Ausflug nach Calgary nahtlos in all die anderen herrlichen Trips ein und bildet den östlichen Wendepunkt meiner Reise. Ab hier gehts nun per Bus nur noch gen Westen und dann mit dem Flieger gaanz weit in den Osten. Und das Beste: Quasi nebenbei bin ich wieder gesundet und fühle mich pudelwohl für die Hänge von Kicking Horse.
Bis dann, euer Widdow.

Montag, 28. Januar 2008

mmh.. so ne art baustelle..

..hey folks

bin in golden / kicking horse und wohlauf!!!

im moment isses mitm internet ziemlich bescheiden..trotzdem werden hier in den kommenden tagen einträge zu calgary und kicking horse entstehen..

sorry for waiting and see ya..

Mittwoch, 23. Januar 2008

4 Tage Kicking Horse - 3 Tage Bettruhe

Hey,
Abfahrt im Mietauto mit den Deutschen Tim und Jochen sowie dem Schweizer Michael. In Höhe von Revelstoke (und damit so ziemlich mitten in den Rockies) hat sich dann bei mir ein leichtes Unbehagen innerhalb kurzer Zeit in dreifaches Übergeben am Straßenrand
mit anschließendem Schüttelfrost entwickelt. Weiterhin wurden wir dann nach von einem Cop angehalten. Nicht ohne Grund: zu schnell und vor allem hat er dann noch entdeckt dass wir Bier im Auto hatten und eine Dose sogar getrunken wurde (in Kanada muss jeglicher Alkohol in den Kofferraum und darf nicht geöffnet im Fahrerraum transportiert werden. Somit hat hier nicht mal der Mitfahrer die Chance sich zu betrinken. Crazy, eh??). Naja, anscheinend haben unser deutscher Akzent und anständiges Auftreten, den Beamten der Royal Canadian Mounted Police dann verleitet erst das Ticket fürs Alkoholvergehen fallen zu lassen und am Ende sogar das Speeding-Ticket (immerhin wären 190$ fällig gewesen) in eine Verwarnung zu verwandeln. Schwein gehabt! Verdammt, somit ging mein KickingHorse-Trip also so los, dass ich, in Golden angekommen, direkt ins Bett gefallen bin. Ich fass mich kurz: die ersten beiden vermeintlichen Skitage hab ich meist schlafend oder durchfallend verbracht. Ziemlich beschissen und wenigstens wars abends lustig wenn die drei anderen Gesellen vom Berg kamen. Am dritten Tag war ich soweit wieder fit aber natürlich nicht sonderlich leistungsfähig. Zumindest gabs Traumwetter und ein Wahnsinnspanorama auf die Rockies rundum. Zum Skigebiet: Kicking Horse ist wirklich ziemlich abgefahren. Eine Gondel und 3 Lifte erschließen den Berg vom Tal bis hoch auf drei Grate von denen man sich dann überall ins Tal stürzen kann. Ich hab noch NIE ein Skigebiet gesehen, dass einen so hohen Anteil an supersteilen Pisten aufbietet. 70% aller Pisten sind schwarz oder doppelt schwarz, was heißt: sausteil, unpräpariert, von Klippen und Felsbändern durchzogen und Bäume. Absolut krass (jegliche Ansprüche tritt man logischerweise beim Kauf des Ski-Passes per Unterschrift ab)!! Also man kann das ganze Zeug auch umgehen (was ich in Anbetracht meines Zustandes auch gemacht hab) aber es gibt genug Andere die sich da hinunterstürzen. Desweiteren besitzt das Skigebiet ein eigenes kleines Grizzly-Reservat mitten im Skigebiet. Man überquert es per Sessellift und somit habe ich quasi einen Grizzly gesehen auch wenn die Bestie in einer Art kleinen Hütte schlummert und eigentlich nicht zu sehen ist ;) (abgefahren übrigens: das Gelände ist schon gut abgesperrt und doch konnte man einige Skispuren hindurch erkennen..die Powdersucht treibt die seltsamsten Blüten). Naja, die restlichen drei Skitage muss ich dann halt aufm Rückweg von Calgary abwalzen, da ich heute nochmal passen musste aber so bin ich wenigstens in besserer Verfassung für den morgigen Transfer per Greyhound. Ich freue mich auf jeden Fall, Kicking Horse nochmal angreifen zu können. By the way: In Golden wars konstant so -15°C bis -20°C kalt. Das hat ausgereicht, um die Hände auf der Piste innerhalb von 2min Filmen ohne Handschuhe komplett zu erfrieren. Leider ist das oberste Glied meines rechten, kleinen Fingers nun immer noch taub und ich hoffe das ändert sich wieder oder es wird zumindest nicht schwarz und fault ab. :)
Nun aber auf nach Calgary. Von dort meld ich mich wieder. I'm back in 19 days!!
Liebe Grüße, euer wdw.

Dienstag, 15. Januar 2008

Back in Kamloops

Hallihallo,
Bin sicher und herzlichst aufgenommen nach Kamloops zurückgekehrt. Die drei Tage Whistler waren schlichtweg unglaublich. Der zweite von den drei Skitagen war sicherlich einer meiner Top3-Skitage jemals. Der riesige und dermaßen vielfältige Whistler Mountain bietet sausteiles, klippendurchsetztes Gelände als auch 1A, steiles Gelände zwischen riesigen Bäumen und die zukünft. Alles mächtig tief verschneit (130cm in den 7 Tagen zuvor). Dazu hatten wir jemanden aus Vancouver dabei, der gerade bei der Größe des Skigebiets, Gold wert war (weil ortskundigst). Am besagten zweiten Tag war kaum jemand aufm Berg (kurz nach den Ferien is das Stichwort!) und wir konnten bis zum Ende des Tages unverspurten, knietiefen Schnee genießen. Wahnsinn. Unser Hostel war ein bisschen außerhalb und wir somit glücklicherweise auch ein bissl vom Troubel des Whistler Village entfernt. Photos sind natürlich viiel zu wenig (quasi keine) entstanden, weil wir wirklich sehr sehr viel gefahren sind und keine Zeit verschenkt haben. :) Das folgende zeigt also nur ein bissl Blackcomb Mountain am Tag der Ankunft.
Nach dem dritten Skitag (wo es deutlich voller war, weil Freitag) bin ich dann mit einem Bruderpaar aus Quebec nach Vancouver gefahren. Die haben auch im Hostel gewohnt, waren echt supercool drauf und haben mich auch schön bis zur Greyhound-Station nach Vancouver gefahren. Dort stand ich dann allerdings erstmal auf dem Gehsteig: in stinkenden Skiklamotten, alles Gepäck ziemlich unverpackt, Skier, Schuhe, Klamotten, Skisack, Notebook. Also im (ewigen Vancouver-)Regen erstmal re-organisiert und auf den Greyhound nach Kamloops gewartet. Nach 6h Fahrt mit Selbigem (direkt von der Piste gekommen war ich natürlich ziemlich im Eimer) bin ich dann das zweite Mal in Kamloops eingerollt. Diesmal allerdings mit einem deutlich besseren Gefühl und es hat sich nach dem vierwöchigen Reisen ein bissl wie "Nachhausekommen" angefühlt. :) Folgerichtig wurde ich auch von Tim und Patrick abgeholt und im Wohnheim mit Essen und Bier versorgt. Und weil sich alle so freuen mich zu sehen, musste ich seitdem noch kein Abendessen kochen und genieße die Gastfreundschaft und Schlafmatte vom Schweizer Michael. Vor zwei Tagen war ich wieder mal ("günstig", dank Skipass-Sharing) in Sun Peaks Skifahren und morgen fahr ich auch nochmal (quasi um warm zu bleiben). Am Donnerstag fahr ich dann mit zwei Germans und dem Schweizer nach Golden ,vier Tage Ski @ Kicking Horse. Unterkunft (bei der Freundin eines Mitreisenden) und supergünstiger Skipass (95€ für vier Tage!) machen das Ganze zu nem echten Schnäppchen. Und am Dienstag Morgen dann ab nach Calgary, dem östlichsten Reiseziel meiner Abschiedstournee.
Ich freu mich drauf und pass auf mich auf! Seid lieb gegrüßt, meld mich wieder (dann vielleicht auch wieder mit spektakulärerem Photo-Material). Countdown: 28 Tage!!!

Montag, 7. Januar 2008

Nur mal ganz kurz..

..ich habe meine 2 Tage allein in Vancouver gut genutzt.
Gestern hab ich einen kurzen Spaziergang bei starkem Regen begonnen und durch den Wetterwechsel ins Herrliche zu einer 10km-Wanderung rund um den Stanley Park ausgedehnt. Nochmal: Wandern ist billig und gesund! :) See yourself..



Heute früh aufgestanden und den Grouse Mt. anvisiert. Die Anreise dauert ungefähr 30min und besteht aus Fussmarsch durch zentralst-Downtown, Seabus (öffentliches Verkehrsmittel, bringt einen an die Northshore Vancouvers) und bissl Bus den Berg rauf. Das ist schon echt abgefahren den Skiberg durch das Zentrum der Stadt und Ozeantankern zu erreichen. Der (wohl mächtige) Blick auf Downtown blieb mir aufgrund von Wolken verwehrt aber es gab 1A Neuschnee und keine Sau war da. Allein kann man ja wenig machen außer Skifahren und so hab ich mich völlig ausgepowert. Schöner Abschluss: Die Gondel-Talstation liegt direkt neben einem Reservat in dem verwundete Bären und Wölfe wieder aufgepeppelt werden. Just als ich aus der Gondel kam gabs ein mächtiges Wolfheulen zu hören. Alles nen Steinwurf von Downtown, irre! Danach platt wieder mit Schiff heim. Nun muss ich bald in die Kiste denn morgen gehts für drei Tage nach Whistler. Ich meld mich!

Beste Grüße,
wdw

Samstag, 5. Januar 2008

Die Bilder des Jahres 2008 :)

Servus,
Gestern ist Nadine wieder in den Flieger gestiegen und nach Nürnberg geflogen. Die zwei Wochen waren unglaublich herrlich (Tofino gar unvergesslich!) und sehr wichtig vor allem auch die Erkenntnis dass Nadine und ich noch immer ein Spitzen-Tagteam bilden!
Die folgenden Bilder sind alle in unseren letzten Tagen hier in Vancouver entstanden und man kann erahnen dass wir ein ausgefülltes Programm erlebt haben. Einzig das Skifahren am Stadtberg Grouse Mountain ging nicht in Erfüllung: Vorgestern sind wir früh aufgestanden, haben Skikleidung angelegt und Skier aufgesattelt. So ausgerüstet gings mitten durch Vancouvers Downtown zum Seabus der uns übers Wasser zur Northshore und den Bergen bringen sollte. Leider waren wir am Seabus angekommen schon so durchnässt vom heftigen Regen und der traurige, wolkenverhangene Blick auf die Berge und Pisten hat uns wieder ins Hotel getrieben. Somit waren wir 10Uhr nassgeregnet (ich natürlich auch verschwitzt ;-) in Skiausrüstung zurück im Büdchen. Haha, naja kann nicht alles klappen.
Ich bin gestern dann ein paar Strassen weiter in ein Hostel umgezogen und teile mir jetzt hier für drei Tage das Zimmer mit dem 18jährigen Franzosen Hugo ("ügo"). In drei Tagen gehts dann weiter nach Whistler (mit Mitstreitern aus Kamloops), um endlich wieder die Ski anzuschnallen. Allerdings will ich versuchen morgen hier nochmal den Stadtberg anzugreifen. Momentan regnets, we'll see.
Also hier nun die Bilder der letzten Tage. Lassts euch gutgehen und bleibt gesund. Ihr bleibt am Ball! Countdown bis zur Landung at good ol' Germany: 37 Tage.

Quallen im Vancouver Aquarium

Seeotter im Vancouver Aquarium.. sehr possierlich, die Tiere liegen wirklich meist so im Wasser rum, drehen und wälzen sich..
Blick von Downtown über den Stanley Park in Richtung Grouse Mountain und einer Skipiste
Berge wirklich komplett rund um Vancouver
Blick über das Burrard Inlet zum Grouse Mountain.. Vancouver hat drei Skigebiete in dieser Entfernung..einfach abgefahren!
nächtliches Vancouver
Hund und Cop sind echt, Nadine haben wir vorher auf die Wand gemalt..
Ausschreitungen am Silversterabend ;-)
die Walbegnung war wirklich ne fette Sache.. wir haben Fisch gefüttert..
..Handzeichen und anschließend Tricks der Wale trainiert..
.. die Zunge gestreichelt, der Wal genießt das wohl besonders aber gruselig wars allemal..
.. uns vom Wal nass machen lassen..dafür auch die zauberhaften Outfits..
..uns auf Handzeichen anspucken lassen (lässt man von Mitmenschen ja eher nicht durchgehen!)

Bis bald!