Sonntag, 10. Februar 2008

When the music is over, turn out the lights...

Gestern bin ich nun also mal wieder (und letztmalig) in einen Greyhound-Bus gestiegen und von Kamloops nach Vancouver gefahren. Meinen Abschied haben wir so ziemlich drei Abende lang gefeiert und trotzdem aller Feierei wars am Ende ein bissl traurig. Es haben sich ein paar enge Freundschaften entwickelt und die Atmosphäre im alten Wohnheim war einfach zu vertraut, freundschaftlich und lustig, um völlig guten Mutes abzufahren. Der Wettergott war mir auch nochmal hold und so war mein allerletzter Skitag in Sun Peaks nochmal echt super-pulverig und ich wollte gar nicht mehr aufhören. Abends haben wir uns dann unter Regie meines Schweizers Michaels nochmal ein paar fette Forellen als Abschiedsdinner zubereitet. Den heutigen letzten Tag in Vancouver hab ich einfach nochmal spazierenderweise verbummelt. Wie so oft: Regen in Vancouver. Als es dann allerdings aufgezogen ist, bin ich wie ferngesteuert wieder im herrlichen Stanley Park gelandet und hab mir romantisch den letzten kanadischen Sonnenuntergang angeguckt. Morgen früh geht dann der Flieger und ich werd wohl relativ früh ins Bett gehen!Meine Heimkehr soll (wie die Abreise auch) zünftig gefeiert werden und dazu wurde das Wochenende am 22.-24. Februar auserkoren. Die Tage davor werde ich erstmal nutzen, um wieder alles zu re-organisieren und mich zurückzumelden. Also kommt nach Nürnberg in unser Nest wenn ihr mal meine Narben sehen wollt, die ich mir im Ringkampf mit Bären verdient habe (Ich bitte um ein kurze Rückmeldung zu Planungszwecken)! Geplant sind eine 12-stündige Diashow, in der ich euch 3000 Bilder präsentiere und alle höchst detailliert kommentiere (Alkohol ist nicht erlaubt, da dies eure Aufnahmefähigkeit reduzieren würde). Sounds good, doesn't it?? So better show up!! Wir freuen uns auf euch.
Tja, damit wars das von dieser Stelle. Ich hoffe ihr habt euch gut informiert und unterhalten gefühlt (im übrigen ist dies der 50. Eintrag im Blog). Vielen Dank für jeden einzelnen Kommentar, ich hab mich jedes Mal gefreut!! Ich hab seit September eine unbeschreibliche Zeit verbracht und freue mich nun daheim alle wiederzusehen.
Have a good one und bis bald ..euer widdow..

...canada rocks...

Donnerstag, 7. Februar 2008

Ski @ Sunpeaks ..quasi die letzten Runs in Canada

Nochmal ein herrlicher, sonniger Skitag im "heimischen" Sunpeaks Skigebiet. Wir haben uns bei einer kleinen Backcountry-Wanderung ein bisschen an vorgefundenen Kickern ausgetobt.
Ansonsten genieße ich hier nochmal alle Annehmlichkeiten des Lebens und vor allem die Anwesenheit einiger, gewonnener Freunde. Trotz allem: I'm back in 5 days! Und ich freue mich auf soo viele schöne Wiedersehen. Bis später!



Montag, 4. Februar 2008

Und der Preis für den besten Skitrip geht an.......

...REVELSTOKE!
Bin seit gestern abend zurück in Kamloops, um die letzten Tage zu verbringen und mich von einigen Freunden hier zu verabschieden. Unglaublich, dass es nun in gut einer Woche zurück in die Heimat geht. Aber zum zurückliegenden aktuellen Trip nach Revelstoke.
Hatte ja einen Skitag alleine bevor mich dann der deutsche Jochen und kanadische Chris unterstützt haben. Also bin ich per Anhalter auf den Berg und hab fast einen halben Meter allerallerfeinsten Powder vorgefunden. Revelstoke selbst soll in den kommenden 10-15 Jahren zu DEM Skigebiet Nordamerikas aufgebaut werden und dann selbst Whistler in Größe, vertikaler Ausdehnung und Schnee schlagen. Dieses Jahr hat das ganze Gebiet Premiere und ging im Dezember mit einer Gondel und einem 4er-Sessel in Betrieb. Das ist natürlich nicht viel aber es ist schwer zu beschreiben wieviel Terrain nur dieser eine Sessellift erschließt. Unglaublich, das Gebiet fühlt sich momentan ziemlich unterentwickelt an (aber vielleicht gut so, denn es war kaum jemand da). Das Gelände ist zwar nicht so radikal wie in Kicking Horse aber als Freund von Bäumen und viel Schnee, konnte ich mich dermaßen austoben, dass ich abends ohne Hilfe der Arme schon nicht mehr von einem Stuhl aufstehen konnte. Am nächsten Tag kamen dann die 2 Jungs aus Kamloops dazu und wir haben uns die Beine zu Schutt und Asche zerfahren. Über Nacht gabs immer wieder herrlichen Neuschnee und am letzten Tag klare Sicht und ein Panorama der Sonderklasse. Man wird sehen, ob die millionenschweren Pläne für Revelstoke Realität werden aber schon im Moment kann man fühlen, dass das ein Weltklasse-Gebiet werden könnte (und mit durchschnittlich 12-18 Metern Schneefall im Jahr ist auch die wichtigste Zutat relativ gesichert).



Mir gehen ja langsam die Superlative aus aber ich küre diesen Skitrip zum meinem Besten. In diesen Wäldern durch diesen Schnee zu schießen kann absolut süchtig machen (ich hab allerdings glaub ich noch nie so viel Energie an Skitagen verballert)!

Dass das Gebiet momentan nicht der schlechteste Spot zu schein seint, zeigt auch das folgende Bild. Wir staunten nicht schlecht, als wir am 2ten Tag den vermeintlich besten und erfolgreichsten Snowboarder und Skateboarder zum Mittagessen in der Lodge entdeckt haben. Wahnsinn! Mr. Shaun White ist dann auch ganz normal mit dem Lift gefahren aber wir habens verpasst ihn nochmal auf Schnee zu sehen.
Das Hostel war auch wieder herrlich. Ausnahmslos alle Gäste haben sich dem Schnee verschrieben und so stehen fast alle ziemlich früh auf, essen seltsame Speisen, stöhnen die ganze Zeit beim abendlichen Bierchen und die Lichter gehen zwischen 22-23 Uhr aus. Das gilt für uns, für den Zahnarzt aus Calgary als auch die junge Familie aus Dänemark mit Baby. Ziemlich cool. Ein desolater Abend im Pub war natürlich auch drin.
Nach 7 Tagen Skifahren ohne Pause, fühl ich mich überall verspannt und gemuskelkatert. Jetzt muss ich erstmal pausieren und freu mich auf die Sauna heut abend. Somit bleibe ich nun wahrscheinlich bis Freitag in Kamloops und genieße die Gastfreundschaft meiner alten Nachbarn. Dann Vancouver, um Kanada in Ruhe leise Servus zu sagen :) .
Ich melde mich aber ich bin auch schon zurück in 8 Tagen... euer Widdow

Last but not least: Filmmaterial!
video

Samstag, 2. Februar 2008

Kicking Horse Reloaded

Zurück in Golden, um das Kicking Horse abzureiten. Allerdings muss ich vorab noch die Busfahrt erwähnen. Zwischenstop war auch das Städtchen Banff im dazugehörigen Nationalpark. Leute steigen aus und weiter gings. Ca. 40 Minuten nach Banff (wie so oft in Kanada: nichts vorhanden dazwischen, absolute Wildnis) geht eine Frau zum Busfahrer und meint sie hätte vergessen in Banff auszusteigen. Schön doof dacht ich, doch der Busfahrer ließ sich nicht lumpen. Stoppt den Bus (plus Postanhänger) auf der Autobahn, wendet langwierig über alle Spuren und fährt zurück nach Banff. ??! Der ganze Bus hat aufgeregt reagiert ("Where are we going?" "What are you doin?"). Diese Frau hat uns Alle also ca. 90 Minuten gekostet und der Busfahrer war glaub ich nicht ganz dicht. Naja, am Ende gesund im noch kälteren Golden angekommen. Ich kürze ein wenig: die restlichen drei Skitage in Kicking Horse waren gigantisch. Den ersten hab ich allein verbracht bis ich zufällig einen Kumpel (Matt) meiner Behausung (Kumpel vom Kanadier Ryan) getroffen hab. Ins Skigebiet bin ich per Anhalter gekommen und das absolut erste Auto was meinen Daumen gesehen hat, hat mich auch aufgepickt. Der Hund des freundlichen Menschen hat mich dann wachgeleckt -Gesicht, Handschuhe, einfach Alles- :). Das Fahren per Anhalter ins Skigebiet ist absolut üblich und wirklich Jeder der kann, nimmt mit; sehr angenehm. Die beiden Kanadier Matt und Ryan haben mir das Gebiet ausgiebig gezeigt und mächtig gefordert, da sie auch im schwierigsten Gelände mächtig Tempo vorgelegt haben. Dabei habe ich gelernt, dass die Locals absolut allergisch reagieren wenn Guys die schmalen und steilen Rinnen/Chutes/Colouirs seitlich runterrutschen und damit schneemäßig die ganze Rinne zerstören. Das Ganze muss in Fallrichtung und zügig befahren werden und so hab ichs natürlich gemacht. An ein paar kleinere Cliffs hab ich mich auch gewagt. Insgesamt muss ich sagen, dass ich wirklich noch kein krasseres Skigebiet gesehen hab. Das ganze Gelände ist unglaublich steil, rauh und ungezähmt. Da kann man sich selbst als sauguter Wintersportler noch das Fürchten lehren (und all das innerhalb des Skigebiets und damit vermeintlich lawinensicher). Auch sonst lebt und atmet der ganze Ort Golden das Skigebiet. Fast alle Menschen fahren oder arbeiten dort und so drehen sich die meisten aufgeschnappten Gespräche oder der Smalltalk der Kassiererin im Supermarkt um Skifahren oder Schneebedingungen. Es herrscht also ein sehr sportlicher Spirit in Golden und das auf einem Niveau von dem sich einige Alpenorte was Abschneiden sollten. Apres-Ski gehört hier nicht zum eigentlichen Skitag, dafür stürzen sich Jung und Alt, Mann wie Frau die abenteuerlichen Wände und Wälder hinab (und wenn man dann bei nem netten Gespräch in der Gondel mit Menschen die altersmäßig die eigenen Eltern sein könnten noch ein Raketchen geschenkt bekommt ("We got so much of it in BC [...] It's good for your skiing flow!") wundert man sich nur noch). Gefällt mir sehr gut, Daumen hoch für Kicking Horse! Ein bisschen unangenehm war die extreme Kälte der letzten Tage. Temperaturen zwischen -15° und -28°C machen das Skifahren zu einer abenteuerlichen Expedition. Abhilfe schaffen da nur Wärmekisschen in den Handschuhen und mächtige, schweißtreibende Wanderungen um weiteres Terrain zu erreichen. Trotz allem hat mir am ersten Tag (ohne Gesichtsmaske) die Kälte in die Nase gebissen ("Frostbite" ist das Sprichwort..). Meine rechte, kleine Fingerspitze ist weiterhin taub und die Nasenspitze hat sich leicht verfärbt. Eieiei, ich hoff ich bring neben meinem ganzen Gepäck auch alle Gliedmaßen mit nach Hause ;-). Aber ohne Bedeckung werden Hautstellen auf einer Abfahrt innerhalb von 5 Minuten taub. Die Atemluft gefriert sofort im Mustache und Rotz verwandelt sich in eisige Stalaktiten unter dem Nasenloch. Leider hat das auch dazu geführt, dass keine Bilder entstanden sind. Das wurmt mich ein bissl denn es war bestes Wetter und spektakuläre Kulisse vorhanden. Keine Sorge, halb so wild mit der Kälte und es soll deutlich milder werden in den kommenden Tagen. Sitz grad im Greyhound-Bus nach Revelstoke und diese Fahrt scheint vorfallsfrei zu verlaufen. Allerdings hat der Fahrer angesagt, dass er aufgrund des nicht vorhandenen Gegenverkehrs von einer Sperrung des Highways ausgeht. Aber erst nach meinen Reiseziel! (..3 Stunden später..) Bin erfolgreich in Revelstoke eingetroffen. Als Workout habe ich heute mal wieder den riesigen Skisack über zugeschneite Strassen zum kleinen Hostel gezerrt. Hier hab ich nun ein Bett bezogen und ich teile den Raum mit 2 Mädels aus Norwegen, Dänemark und einem älteren Zahnarzt aus Calgary. Es liegt massig Schnee hier und es schneit zur Zeit wie eine ganze Armee Frau Hollen. Die Vorhersage bis Sonntag lautet klipp und klar: Schnee. Es ist 2200 Uhr, gute Nacht! Lookin forward to hit Revelstoke Mountain tomorrow...Ihr hört von mir.
...13 days left...widdow

Mittwoch, 30. Januar 2008

das Restprogramm

That's it!
.wdw.

JuniorenRennrodelWeltcupTrip -Calgary-

Nachdem die Anreise nach Calgary mit dem Greyhound und langem Fussmarsch geschafft war (mein Zustand bei Ankunft war durch die kranken Tage davor ziemlich desolat), habe ich mich mit dem Vaddi und den deutschen Junioren-Rennrodlern vereint und bin dort mit im Hotel eingezogen. Das grosse Einzelzimmer und allem voran die fantastische Rundumverpflegung waren einfach Balsam für die Reiseseele und vor allem meiner Genesung zuträglich. Nach drei Tagen Durchfall und kaum Essen war ich hungrig wie ein Bär vorm Winterschlaf. Die Busfahrt selbst war recht interessant, da sie zum einen Sonnenaufgang in den Rockies inne hatte und vor allem der Wechsel von schroffem, felsigen Gebirge in absolut flache Prärie krass ist. Östlich der Rockies (Provinz Alberta) kommt dann eben einfach mal 6-7 Autostunden flaches Cowboy-Land. Calgary selbst besteht aus endlosen Vororten und einer Downtown mit Skyline, die irgendwie deplaziert wirkt in diesem flachen Landstrich. Vom Calgary Tower bietet sich allerdings ein herrlicher Rundblick und die "Wand" der Rockies sieht beeindruckend aus. In den folgenden Tagen hab ich mich einfach dem Tagesablauf des Teams angepasst und bin damit auch zum Canada Olympic Park (Schauplatz der Winterspiele von '88) gefahren. Dort fanden Training und Weltcup der Rodeljunioren statt.
Der Park selbst ist echt abgefahren: ein relativ kleiner Hügel am Rande Calgary's aber vollgepackt mit allem was man sich vorstellen kann: Skisprungschanzen, Rodel/Bobbahn, ne Buckelpiste, Langlaufloipen, Freestyle Park, Halfpipe. Dort blicken die Tag und Nacht fahrenden Wintersportler dann auf die fast schneelose, ebene Vorortwüste Calgary's. Ziemlich strange. Beim Training der Jungs und Mädels hab ich versucht mich ein wenig als Autofahrer und durch Videoaufnahmen nützlich zu machen. Ansonsten waren die Tage allerdings eher revitalisierender Urlaub und vor allem interessanter Einblick in den Weltcup-Alltag und damit in die Arbeit des Vaddis. Dass die deutschen Sportler so ziemlich alles gewonnen haben, versteht sich ja im Rodelsport mittlerweile fast schon von selbst (siehe Rodel-WM in Oberhof!). Sind aber auch alles ehrgeizige, offenbar vernünftige junge Menschen. Tiermäßig gabs zwei schöne, große Kojoten und einige Wapiti-Hirsche auf Hin- und Rückfahrt. Wettermäßig waren es allesamt sonnige, klare, blauhimmlige Tage mit Temperaturen um die -10° bis -20°C. Alles in Allem reiht sich der Ausflug nach Calgary nahtlos in all die anderen herrlichen Trips ein und bildet den östlichen Wendepunkt meiner Reise. Ab hier gehts nun per Bus nur noch gen Westen und dann mit dem Flieger gaanz weit in den Osten. Und das Beste: Quasi nebenbei bin ich wieder gesundet und fühle mich pudelwohl für die Hänge von Kicking Horse.
Bis dann, euer Widdow.

Montag, 28. Januar 2008

mmh.. so ne art baustelle..

..hey folks

bin in golden / kicking horse und wohlauf!!!

im moment isses mitm internet ziemlich bescheiden..trotzdem werden hier in den kommenden tagen einträge zu calgary und kicking horse entstehen..

sorry for waiting and see ya..