Montag, 24. September 2007

Ein Wochenende in Kamloops

Das letzte Wochenende hab ich einfach schon mal am Mittwochabend begonnen. Da sich immer mehr (fast fällige) Arbeiten für das Studium anhäufen, dachte ich mir das wäre adäquat, um dann diese Woche richtig fleissig loszustarten. Nunja, der erste Teil des Plans (das Feiern) war einfach umzusetzen. Und so waren beide Abende recht feucht-fröhlich. Der Mittwochabend führte mich ins „Max“, ein eher mittelmäßiger Standardclub aber durch meine Begleiter sehr lustig. Heimwärts hat mich dann Tim, ein Berliner in einem Einkaufswagen von Downtown den Hügel hochgeschoben. Hier ein sicherer Fall für vorbeifahrende Cops und somit: Glück gehabt. Der Donnerstag wird hier traditionell im „Heroes“-Pub auf dem Campus begossen. Es ist schließlich „Thirsty Thursday“. Generell wird ein Ausgehabend hier viel früher begonnen (also sagen wir nach der letzten Vorlesung, so halb 7). Dementsprechend hatte ich um „gefühlt 12Uhr“ das Gefühl, dass jeder in diesem Pub gnadenlos betrunken war. Es war allerdings erst halb 10. Naja, ich war kaputt vom Abend davor und hab mich zurückgehalten. Auf dem Heimweg über den Campus gabs dann noch ein Reh zu sehen. Das ist schon witzig, weil die kaum Angst haben und man sich ja eigentlich schon mitten in der Stadt befindet. Auf jeden Fall waren beide Abende unglaublich belebt durch die immense Vielfalt an verschiedenen Studenten-Nationalitäten (ich konnte mehr oder minder schlaue Gespräche führen, mit Menschen aus: Australien, Kanada, Schweden, Norwegen, Finnland, Spanien, Chile, Kolumbien, Holland, Schweiz, Österreich und natürlich Dtl.). Das ist daheim(zumindest in Nürnberg) leider viel weniger der Fall und macht die Abende hier wirklich spannend und lustig. Der Freitag war nach diesen beiden schweren Abenden gelaufen und endete für mich früh im Bett. Samstag haben wir dann noch mal den Banff-Trip resümiert und in Richtung langes Thanksgiving-Wochenende (05.-08.10.) geplant.
Sonntag musste ich mich dann unbedingt mal wieder schinden: also Radtour. Dabei gings erstmal mächtig bergauf (asphaltiert) und dann schwungvoll wieder abwärts durch „Peters Creek“ (eine Art wilde Stadtpark-Schlucht mit echt anspruchsvollen, spaßigen Downhill-Trails). Davon auch die Bilder(solange ich nix besseres vor die Linse bekomme, werde ich euch weiter mit Hoernchenbildern zuknallen :) Hoernchen sind hier wirklich allgegenwaertig und es gibt sie in allen Formen, Farben und Groessen), Ziel wurde erreicht: schön schlapp und zugleich erfrischt.
Auf jeden Fall wird das hier jetzt auch täglich kühler (bis kalt) und zur häufigen Sonne gesellen sich Wolken und auch mal Regen. Trotzdem noch verdammt wenig Niederschlag gesehen hier.
Für die kommenden Wochenenden stehen wieder auswärtige Aktivitäten an: 1) Ich hoffe bei gutem Wetter noch immer auf die Angeltour mit Cowboy-Rob (der sich hoffentlich noch an sein Angebot erinnert). 2) Im Oktober kann man ganz in der Nähe die Lachswanderung („Salmon Run“) bewundern. Das wär gut. 3) Ein weiterer Wochenendtrip in einen Nationalpark. Die Reisezeit neigt sich dem Ende entgegen und vor allem sind die Bäume grad schön bunt. Also es muss erlebt werden (leider auch studiert!). Ich melde mich mit neuen Entwicklungen.

PS: An solchen Fußgänger-Ampeln, wo man einen Knopf drücken muss, wird hier der Blinde (als auch der Sehende) nicht wie bei uns durch dezentes Piepen, o.ä. zum Gehen aufgefordert. Nein, man wird aus einem Lautsprecher regelrecht angeschrien, welche Straße (mit Namensangabe!) gerade überquerbar ist. Ich hab mich auf jeden Fall tierisch erschrocken beim ersten Mal. Also Vorsicht!

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