Donnerstag, 6. September 2007

(Nachtrag - Dienstag, 28.08.) Getting there - Der lange und beschwerliche Weg ins Land der Bären






Nach ca. 18 Stunden Anreise bin ich 16:00 Uhr Ortszeit in Vancouver gelandet. Leider musste ich nicht nur feststellen dass mein Skisack Schaden erlitten hat, sondern dass ganze sauschwere Gepäck auch zum Hostel schleppen, in dem ich noch eine Nacht verbringen wollte. Endlich davon befreit, hab ich mich noch für einen längeren Spaziergang durch Downtown Vancouver (im Übrigen: Betonung auf "couver" bitte!) begeben. Dabei haben sich zwei Dinge aufgedrängt:
Zum Einen: Vancouver hat wirklich eine phänomenale Lage. So nah mächtiges Meer, in Form des Pazifiks und beachtliche Berge, in Form der Coast Mountains beieinander zu haben ist wohl wirklich einzigartig. Dazu eine echte Skyline und eine tolle Altstadt. Freue mich jetzt schon dort nochmal hinzukommen.
Zum Zweiten: Die unübersehbare Armut unter all dem Glamour. Wahnsinn! Dagegen sind die armen Gestalten in deutschen Städten oder beispielsweise auch Amsterdam quantitativ als auch qualitiv völlig harmlos. Es gab Straßenzüge in denen ausschließlich völlig zerlumpte, schmutzige, zerschlagene Gestalten -jung wie alt- wie Zombies unterwegs waren. All diese Menschen waren nur damit beschäftigt Mülleimer zu durchsuchen, Kippchen aufzusammeln, vollgepackte Einkaufswagen zu schieben oder sie lagen einfach im Schmutz. Das war wirklich überwältigend, im negativsten Sinne. Und das alles mitten in der Altstadt 'Gastown', einem echten Touristenziel. (Mittlerweile hab ich einer ADAC-Information entnommen, dass der Fussweg von Gastown nach Chinatown als unsicher gilt.) Vom schönen Gesicht habe ich Photos geschossen, vom häßlichen habe ich es mir nicht getraut. Aber trotzdem eine Hammer-Stadt, von der ich ja nun auch noch nicht viel (und eben vielleicht nicht die besten Ecken) gesehen habe!!
Später im Hostel habe ich dann noch meinen Zimmergenossen Ken, einen Japaner angetroffen. Die Kommunikation verlief allerdings eher schleppend, da sein einziges englisches Wort ein freundliches "hoa" zu sein schien. Damit waren auch einfache Fragen nicht zu beantworten ("Are you here on holiday?" "Hoa.") Dafür war dann sein ganz-nächtliches Schnarchen auch für europäische Ohren gut zu verstehen.

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